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Das Medienmagazin für Kinder und Eltern
Motiviert ins neue Schuljahr!

Apps & Co. zum Schulstart

Editorial


Der Herbst kommt und mit ihm auch der erste Schultag nach den großen Ferien. Für alle Kinder eine spannende und aufregende Zeit! Mit der App „Das tierische ABC“ können sich Leseanfänger schon einmal spielerisch mit den Buchstaben vertraut machen. Geübtere Leser begleiten Paul in die große Wörterfabrik und helfen ihm – im wahrsten Sinne – die richtigen Worte zu finde. Wer das Lesen schon beherrscht und sich vielleicht lieber naturwissenschaftlichen Themen widmet, kann mit dem E-Book „Der verrückte Erfinderschuppen“ bei der Entstehung bahnbrechender (oder katastrophaler) Erfindungen dabei sein.

Wir wünschen allen Kindern einen gelungenen Start in ein aufregendes neues Schuljahr!

Ihre Zarina Weisbrod

Projektmanagerin Leseempfehlungen und Ehrenamt, Stiftung Lesen

 

 

„Hallihallo, hipp hopp, juchhe! Wir reimen durch das ABC …“

Katja Reider, Wiebke Hasselmann
App: Das tierische ABC
Carlsen Verlag
0,99 Euro
2016
iOS und Android
ab ca. 5 Jahren

 

Mit Hilfe der digitalen Möglichkeiten die Welt der Buchstaben entdecken? Zumindest der freundliche Löwe, der dem Leser bzw. Nutzer beim Öffnen der Leyo-App entgegen blinzelt, scheint von dieser Methode überzeugt zu sein. Und tatsächlich: Das tierische ABC, das auf dem farbenfrohen, gleichnamigen Pappbilderbuch von Katja Reider und Wiebke Hasselmann basiert, bietet neben lautmalerischen Reimen und wirklich liebevollen Illustrationen allerhand spielerische Zusätze.

Die wortwitzigen, per Fingertippen von einer Kinderstimme gesprochenen Reime vom dösenden Dachs in der Dunkelheit, dem Chamäleon-Cowboy oder dem malenden Marabu im Mondschein machen natürlich auch ganz pur Spaß. Zumal sie neben dem lautmalerischen Hörvergnügen und abwechslungsreichen Sound-Elementen auch viele lustige Details in den dazugehörigen Bildszenen bereithalten. Aber nicht nur medienaffine Kinder werden sich natürlich auch mit Begeisterung als Digital-Detektive betätigen und dem Buch neue, virtuelle Seiten entlocken: Mit zahllosen kleinen Zusatzelementen, die von dramatischem Eulenaugen-Geklimper bis zu vielen weiteren kleinen Buchstabentexten und dezent animierten Mini-Geschichten mit wechselnden Sprechern reichen. Kinder lieben abgedrehte Ideen und werden einen Fisch, der sich nach dem Antippen in einen Föhn verwandelt oder das Buddelschiff, das auch noch Seemannsmusik und Möwenkreischen enthält, sicher zu schätzen wissen. Und der Song, den das Walross in der weißen Badewanne zum besten gibt („Oh, wie wohl ist mir in der Wanne …“) wird sich vermutlich hartnäckig im Gehörgang festsetzen.

Gerade die Aussprachefunktion ist ein Vorteil gegenüber der gedruckten Variante, denn so können Kinder auch einmal ohne einen vorlesenden Erwachsenen im wahrsten Sinne erleben, dass ein „H“ wie „Hase“ auch bei Hamster, Henne und Hund zu entdecken ist. Das gesamte Alphabet kann auch separat angewählt werden und leitet die Nutzer dann zur jeweiligen Buchstabenseite.

Hinweis für Eltern: Die App ist werbefrei – im kindergesicherten Elternbereich wird lediglich allgemein auf die digital animierte Leyo-Reihe sowie auf die Buchvorlage hingewiesen.

 

 

 Die große Wörterfabrik

 

Agnès de Lestrade
App: Die große Wörterfabrik
Mixtvision Mediengesellschaft
2,99 Euro
2013
iOS und Android
ab ca. 7-8 Jahren

 

Man hört die Vögel zwitschern und die Kirchturmuhr schlagen. Aber sonst hört man nichts im Land der großen Wörterfabrik. Denn Wörter sind kostbar und um Sprache muss man sich bemühen! Das weiß nicht nur Paul, der sich die Worte nicht leisten kann, um einem ganz bestimmten Mädchen etwas zu sagen. Auch die Leser sind gefordert: Per Fingertipp können nach (!) dem Lesen spielerische Elemente aktiviert werden. Zum Beispiel im Laden, wo man vergessene, böse oder lustige Wörter kaufen kann, die dann einschweben und – Plopp! – nach dem Lesen verschwinden. Oder in der Fabrik, wo man englische, französische oder deutsche Wörter am Fließband produzieren und zuordnen kann. Oder beim Einsammeln missachteter, weggeworfener, auseinandergerissener Wörter …

Die App-Umsetzung des preisgekrönten Bilderbuchs belässt der Geschichte ihren Zauber und ermöglicht Sprechexperimente. Auf jeder Seite werden interaktive Elemente angeboten – von zusammengesetzten Wörtern über Reimbildung bis zu Farbspielen. Vorlesefunktion und die musikalische Begleitung können weggelassen werden; anwählbar ist auch eine englische und französische Version sowie der entsprechende Bilderbuchfilm.

Ob beim Einsatz in der Familie oder in Kleingruppen: Hier wird ein spielerischer und achtsamer Umgang mit Sprache kreativ in Bild und Aktion umgesetzt!

 

 

Der Limonaden-Sprudler

Lena Hach, Daniela Kulot
E-Book: Der verrückte Erfinderschuppen – Der Limonaden-Sprudler
Mixtvision
9,99 Euro
2017
Ebook
ab ca. 8 Jahren

 

Eigentlich hat ja Walter (korrekt: Walter Rüdibert von Knallinger) immer die Ideen! Aber da das sowohl geniale als auch echte Kack-Ideen sein können, ist es zweifellos gut, dass seine Erfinderkollegen Fred Mayer (der sehr gut basteln und reparieren kann) und Tilda Frecke (ein echtes Zeichengenie) mit von der Partie sind, wenn es um die Umsetzung bahnbrechender Erfindungen geht. Gleich beim ersten dokumentierten Projekt der drei kommt es nämlich zu allerhand Komplikationen! Dabei ist doch die Erfindung eines „funktionierenden“ Limonadensprudlers fraglos ein Vorhaben, das die Menschheit weiterbringen würde. Naja, vielleicht nicht unbedingt, wenn man bei der Entwicklung ein Schuppendach in die Luft sprengt oder gleich ein ganzes Schwimmbad mit Prickelbrause füllt. Was nun mal auch Bienen sehr attraktiv finden …

Wahrscheinlich hat fast jedes Kind schon mal davon geträumt, eine spektakuläre Entdeckung zu machen. Es muss ja nicht unbedingt etwas Nützliches sein! Und natürlich darf es zumindest bei den Experimenten anderer zu haarsträubenden Pannen kommen, wie sie in diesem witzigen Reihenauftakt genüsslich zelebriert werden. Die hemmungslose Dreierbande von Nachwuchs-Einsteins darf auf jeden Fall gerne serienmäßig Erfindungen produzieren, die die (Leser-)Welt braucht! Die witzigen Illustrationen von Daniela Kulot sind dabei das Tüpfelchen auf dem i (von gen – i – al!)

 

Bild ganz oben © Mixtvision Homepage

 

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